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  • Release Date 2017-06-14
  • Label SoulForce
  • Catalog SFR29S
Deutschrap kennt ihn als kongenialen Sidekick von Haiyti aka Robbery Noisey war phantomverliebt seit Tag eins. Mit seiner ersten EP mit dem KitschKriegKollektiv tritt Joey Bargeld nun selbst ins Scheinwerferlicht. Das flackert Ehrensache finsterer als die Festtagsbeleuchtung anderer Leute. Kopf aus. Bass rein. Lampen an. Der letzte echte Punk ist da. In einer Zeit in der jeder mit einem Fotofilter hemmungslos seine CelebrityFantasien ausleben kann ist Joey Bargeld eine echte Ausnahmeerscheinung. Der Hamburger ist der geborene Superstar aus dem finstersten Underground ein Mysterium mit maximal einnehmendem Wesen das man umgekehrt nie wirklich zu fassen bekommt. Er vereint die die Abgrunde die wir alle in uns tragen mit dem Charisma grosser Frontmanner wie Johnny Rotten Keith Flint oder Quavo. Er ist Weiberheld Weirdo und Weltstar von Geburt. Aber ist auch voller Narben die die Bruche in seiner Biografie erahnen lassen. Joey Bargeld ist wie du und ich. Nur halt sehr sehr viel mehr davon. Nach Jahren des eher ziellosen Irrens zwischen Musik als Hobby und Strasse als Lebensinhalt hat er nun ein Umfeld gefunden in dem sein eigenwilliger oft verstorender Stil urplotzlich allen Sinn der Welt ergibt. KitschKrieg fuhren ihn weiter weg von seinen Wurzeln im Strassenrap in eine unbestimmte Dunkelheit. Bereits fur seine HaiytiFeatures wie Akku oder Zeitboy arbeitete Bargeld mit dem ProduzentenTeam aus Kreuzberg; im Februar war er mit der Crew auf ausverkaufter DeutschlandTour. Nun fuhren sie gemeinsam fort was einst mit einem magischen StudioMoment nach drei Tagen vollumfanglicher Verballerung in Berlin begann: Loslassen als Strategie Durchdrehen als Losung. Der Opener Bargeld (Cash Cash Cash) ist dabei gleichzeitig Ermachtigungshymne Erkennungsmelodie und Einleitung eines neuen Kapitels. Ich will Bargeld du willst Bargeld Cash / Er will Bargeld sie will Bargeld Cash brullt Joey Bargeld eine Mischung aus lauter Katharsis und leiser Kapitalismuskritik auf 808Basis. THC mit Trettmann ist die wohl dusterste KifferHymne aller Zeiten. Und Trap Haus beschreibt das ganze Elend des ewigen Kreislaufs aus Versuchung und Geschaft: Langsam gehn die Lichte aus / Einer kauft einer verkauft / Verlauf dich nicht im Trap Haus / ein paar gehn rein ein paar gehn drauf. Das ist die Superkraft von Joey Bargeld: noch die komplexesten Zusammenhange des menschlichen Daseins auf ihre Essenz zu kondensieren und einen dabei hineinzuziehen in seine Welt ohne dass man so recht wusste was da gerade geschieht. Der letzte Song Bounce schliesslich ist die Party die bekanntlich immer auf den Kater folgt. Er klingt als ware Jungle auf der Hamburger Schanze erfunden worden bevor die Werber kamen versteht sich. Trappy Hardcore Bassline House HardcoreShouting Abriss. Bargeld im Haus ich schwor alle kommen lallt es unter dem extrarohen Breakbeat. Wer trotzdem daheim bleibt soll bloss nicht sagen er sei nicht gewarnt worden. Mehr demnachst.
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